

Wenn der Woidler den Bayerwaldblues hat, tief drinnen in seiner Seele, herrscht da dann ein etwas seltsames Gefühl zwischen sich elend fühlen und himmelhoch jauchzend vergnügt.
Dann gibt es zwei Möglichkeiten, entweder der Bayerwoidler singt das Lied vom “Weltverdruss” und versinkt damit noch tiefer ins Elend der Welt oder, damit die Stimmung wieder besser wird, ertönt die Bayerwaldhymne “Der Woid is schee.”
Variante 1 Elend
I hab koan Muater mehr,
und a koa Vater mehr,
koa Schwester, Bruader
und koan Freund.
Bin ein verlassnes Kind
so wi da AlmaWind,
i bin der Weltverdruss,
so hams mi gnennt.”
Variante 2 Lebensfreude
Mir san vom Woid dahoam
Mia san vom Woid dahoam, des kennt a jeder glei,
wann 's von den Bergen hallt, do san ja mia dabei
und wo des Stutzerl knallt, do san ja mia um d' Weg,
mia san vom Woid dahoam, da Woid is schee.
Es ist immer ein Schwanken zwischen tief empfundener Melancholie, rasender Traurigkeit und lähmender Niedergeschlagenheit, wenn es um die ausgeprägteste Form geht. Dann klingt es so traurig wie wenn Amerikaner singen “I feel blue, oder besser I feel BLUES.
In der Veriante “...is schee…” gehts dann “scherzend, lustig bewegt” “scherzando” oder stürmisch “forte” oder eben nur heiter “sereno” zu, wie es in der Musiksprache heißt. Diese Auf- und ab-der-Gefühlswelten, am ehemaligen Grenzzaun zwischen Ost und West gelebt, hat der Autor und Politikwissenschaftler Alexander Straßner lebensnah, auffallend ehrlich und offen, mit viel Humor auch melancholisch als eine einzige Liebeserklärung formuliert, die auf fast 300 Seiten nicht nur der Geschichte eines Gefühls und einer Kindheit nachspürt, sondern auch einen gesamten Landstrich im hintersten Winkel des Bayerischen Waldes, abgeschieden liegend aber paradiesisch porträtiert; von Feriengästen heimgesucht, die auf die Waldler treffen, die ihre “unverhandelbare Originalität”, also ihre spezielle Eigenart behalten haben.
Wenn sie diese Rezension lesen, lassen sie Vorsicht walten, denn ich bin der Nachbar von diesem Wirtshaus, von dieser Familie, und so könnte es durchaus sein, dass mein Blick von meinem Fenster aus auf das turbulente Leben dieser Kindheit von Alexander Straßner etwas subjektiv gefärbt ist. Ich bemühe mich aber auch um Ehrlichkeit, wie der Autor selbst.
Der Menschenschlag in dieser Landschaft, zwischen grün bewaldeten Bergen, harten Wintern in eisiger Abgeschiedenheit lässt in sich ein Lebensgefühl von Grant und Wurschtigkeit entstehen, die Menschen sind maulfaul, lassen auch das Boshafte raus, nennen ihre Gäste Fremde, leben innig verbunden mit der zuweilen brutalen Natur, die Gewitter erzeugen kann, dass einem wirklich angst und bange wird.
Die Waldler gehen gerne in die Pilze, sammeln stundenlang Waldfrüchte, verarbeiten sie zu Marmeladen und hegen ansonsten, trotz intensiver Naturverbundenheit, einen gewissen bayerischen Urgrant gegen alles ökologisch grün Gefärbte oder politisch von außen Aufgedrückte. Etwa Nationalparke! Der Woidler ist Freigeist.
Im einst verschlafenen Walddorf Spiegelhütte ist der Autor aufgewachsen, im direkten Schatten der zweithöchsten Erhebung des Bayerischen Waldes, des Großen Falkensteins.
Nicht weit weg von der ehemaligen tschechischen Grenze erlebte Straßner eine Kindheit in einer turbulenten Touristenpension, die später zu einem allseits beliebten Wirtshaus wurde, in dem es legendäre bayerische Speisen gab, so zubereitet von der Mutter Anneliese Straßner, dass alle beim Zahlen sagten: “Mei woar des guat!”
Das sollte als äußerster Ausdruck eines wohlgemeinten Kompliments heißen, dass da so gekonnt gekocht wurde, wie zu Uromas Zeiten.
Die Kehrseite der Medaille war, dass es einem Kind zwischen diesem Touristengschwerl, wie der Autor schreibt, oftmals befremdlich wurde, komisch vorkam oder auch absolut schockierte. Zum Beispiel, wenn der Alkohol in Strömen fließt. Und geschnapselt wurde.
Dabei entsteht in der Erinnerung ein seltsames Paradoxon, was der Autor früher lustig fand oder großartig, befremdet ihn heute, was abstoßend war, interessiert ihn nun.
So schreibt Straßner intensiv, klar, wortgewandt eine kleine Milieugeschichte der Woidler, die im Zwieseler Winkel in einem Waldmeer leben, in einem ehemaligen Glasmacherdorf, in der Nähe der „Jungmaierhütte“ und dem Hirschgehege “Scheuereck”. Dieses Buch gehört zur Memoir-Literatur: es sind schriftliche Lebenserinnerungen, in denen eine Person ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus der Vergangenheit festhält für die Nachwelt.
Das alles ist eine eigene Realität, ein ureigener Kosmos, ja sogar mit eigener Wetterlage, speziell nur über dem Himmel des Dorfes. Mal Sonnenschein über den Häusern und rundherum dunkle Gewitterwolken, oder umgekehrt.
Mal schlägt der Blitz ein, Vater Mutter und Kind liegen am Boden, wundern sich über die Allmacht der Elektrizität, stehen wieder auf und mit einem Stamperl “Bärwurz” werden die strapazierten Nerven wieder zurechtgerückt.
Die Einheimischen wehren sich gegen die Einordnung, sie seien schlimmste Provinzlinge, und machen dem Touristen oft genug klar, dass er sich nach seinem Aufenthalt im Wald auch bald wieder schleichen soll, denn “Mir san mir” und “mir bleiben aa soo, so wie mir san.” Man könnte es als „konservativ” bezeichnen, andere nennen es “die fortschrittlichste Lebensart, die möglich ist…
“Man bekommt den Woidler zwar aus dem Wald, aber den Woid niemals aus dem Waldler.”
Straßner beschreibt diesen Menschentypus als einerseits geistreich, andererseits aber auch derb im Humor, von einer seltenen Hinterfotzigkeit, die Urgestalten sprechen eine bildreiche Sprache, die oft genug der Fremde nicht versteht, weil er eben der Fremde ist und bleibt, mit einem bunten Sammelsurium verbaler und meist lautetmalerischer Gemeinheiten konfrontiert, die das Gegenüber, der “Preiß” oftmals eher als Liebeserklärung missversteht, denn als handfeste Beleidigung.
Der Woidler ist nicht redselig, sondern eher maulfaul. Aber wenn nicht, dann immer direkt raus!
Wir schauen mit dem Autor gemeinsam in die heimische Küche, dort wo sich auch die bayerischen Fernsehköche sicher wohl gefühlt hätten, denn da gab es original einheimische Speisen nicht nach betriebswirtschaftlichen Kostenrechnungen gekocht. Die Straßnerin kochte “pi mal Daumen”, also alles frei Schnauze, aber stets erfolgreich, aber immer mit böhmischen Knödeln. Auch die Zwetschgen- oder Marillenknödel und die berühmten Buchteln mit Vanillisoße machten den durch Wanderungen oder Skifahrten abtrainierten Speck wieder zu einem Feedback Phänomen. Dann brachte es einen „Werner“, den Forsthaus-Stüberl-Geist.
Wenn ich irgendwem erklären musste, wo ich wohne, musste ich nur sagen, gegenüber der Straßnerin, woaßt schoo, die Schweinsbraten-Straßnerin. Das reichte.
Der Straßner war das Gegenteil von Gleichmut, der etwas leicht reizbar war, politisch gerne zum Streit aufrief, sensibel wie ein Erdbeben- Seismograph, von überschäumender Sentimentalität geprägt, geistreich argumentierend, aber zuweilen auch cholerisch oder mürrisch missgelaunt.
Das alles erzählt Sohn Straßner sehr, sehr offen und liebevoll. Der Autor macht das heimische Brauchtum fleißig mit: das “Wolfsauslassen”, das “Ratschen” und das “Christkind Einsingen”, und so wird nach und nach der Bayerische Wald ihm wirklich zum zu Hause, was der Autor aber erst in der Fremde für sich endgültig entdeckt.
Als Politikwissenschaftler geht er an die Unis nach Passau, Regensburg, Wien und Zürich und spürt dort, dass das Dorf Spiegelhütte mit dem einfachen Leben und der Herzenswärme der Menschen dann doch seine wirkliche und endgültige Heimat ist.
So ganz nebenbei erzählt der Politikwissenschaftler, der mit dem Fan-Schal des VfB Stuttgart auch seine Fußballfreude zeigen kann, den inneren Betrieb der Verwaltungsakte in den Hochschulen, denn da geht es nicht nur um Forschung und Vorlesung, sondern vor allem um verschultes Lernen.
Zwar empfindet der Autor die freie Einteilung der Arbeitszeit eines Professors, mit exzessiven Freiräumen und gutem Gehalt als etwas Schönes, aber er erzählt auch humorvoll, dass ihm die Gremiensitzungen eine Qual sind, dass die akademische Lehre manchmal keine Qualität mehr produzieren kann und die Studenten gerne Ihre Kreativität in die Erfindung von Ausreden investieren, wenn sie zu Vorlesungen nicht kommen oder ihre Hausarbeiten nicht rechtzeitig abgeben können oder wollen.
Man hört diesen Bayerwald Blues buchstäblich, wenn man Zeile um Zeile liest, und so kann ich dem Autor und allen Lesern nur bescheinigen, dass mit der Schließung dieses wunderbaren Wirtshauses, mit seinen Stammtischen, musikalischen Treffen, Erzählungen von Bayerwaldgeschichten, Witze-palaver-runden, ein wirklicher, echter, wahrhafter Kulturverlust einhergeht, eben seit die Wirtshaustüren aus Altersgründen endgültig geschlossen wurden und auch, weil der Autor mit Familie und Kindern inzwischen eine neue größere Heimstatt brauchte.
So empfinde auch ich als pfälzischer Preuße, Nachbar und Freund der Familie den “Bayerwaldblues” genauso wie der Autor selbst, der nicht besser zusammengefasst werden kann als in zwei bayerischen Sprüchen, natürlich in Mundart: „Aus is und gor is, und schod iis, dass wohr iis“. Und „Des iis a bissl wia Sterbn!“ Da haben wir ihn wieder den “Waldverdruss”. Wird Zeit, dass wir anfangen zu singen: “Der Woid iss schee.”





Als Putin im Februar 2022 die Ukraine angreift, steht die Welt unter Schock. Dabei ist dieser Krieg von Geheimdiensten präzise vorausgesagt worden. In einer aufsehenerregenden Recherche enthüllen Katja Gloger und Georg Mascolo, wie die Verantwortlichen über Jahrzehnte Warnungen ignorierten und kritische Stimmen in der deutschen Russlandpolitik ausblendeten.
Anhand von zahlreichen Geheimdokumenten und Gesprächen mit Dutzenden Zeitzeugen erzählen sie eine atemberaubende Geschichte: über die wahren Hintergründe der umjubelten Putin-Rede im Bundestag und einen Back Channel in den Kreml, der im früheren Leben Stasi-Spion war. Über ein Geheimdossier des Auswärtigen Amts, das schon 2007 einen bewaffneten Konflikt um die Krim und den Osten der Ukraine beschreibt – und im Archiv landet. Sie offenbaren die Details einer unerklärlich engen militärischen Zusammenarbeit – und warum Putins nukleare Drohungen einen Bundeskanzler um die halbe Welt reisen lassen. ULLSTEIN
Man hätte das Buch auch gut und gerne anders nennen können, statt DAS VERSAGEN, genauer: DIE VERSAGER! Das Autoren-Paar, im Privatleben miteinander verheiratet, listet in seinem Buch eine hoch spannende, gut recherchierte, ausgezeichnet geschriebene Geschichte des Versagens und der Versager auf. Warum wollte niemand sehen, wer Genosse Putin wirklich war und wie er wirkte? Erstens vernebelte uns das russische Billiggas die Hirne, zweitens umgarnte Putin mit seinem KGB-Charme die westlichen Eliten mit List und Geld, drittens hatte die Russlandpolitik grundsätzlich ein Wahrnehmungsproblem, viertens wollte niemand die Krim-Invasion härter beantworten, fünftes tat Angela Merkel, was sie gerne tat, eben nichts, fünftens wollte die SPD immer noch die „Friedens-Dividende“ einheimsen, obwohl längst konkrete Putin’sche Kriegstreibereien im Gang waren.
Aber der Reihe nach:
Das Buch ist da besonders spannend, wo aus Geheimpapieren zitiert wird, die immer noch unter Verschluss sind, da wo Augen- und Ohrenzeugen den Mund aufmachen, den sie vielleicht andernorts gehalten haben, da wo das Buch geradezu kleinteilig präzise in die Details geht, ohne im Text die Spannungsbögen zu verlieren.
Ausgehend von Putins Satz im Reichstag „Russland ist ein freundlich gesinntes europäisches Land“ entzaubert das Autorenpaar von Seite zu Seite (es sind 496 Seiten) die GORBI-Euphorie bis zum Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Träume und Traumata der unrealistischen deutschen Russland Politik. Wir blicken mit dem beiden Journalisten hinter die Kulissen und erfahren, dass die Reichstagsrede von Putin ausreichend gefüttert und angereichert wurde von westlicher Seite. Teltschik und Co gaben dem Präsidenten der Russischen Föderation zahlreiche Hinweise, was man im Bundestag von dem Redner erwarten würde, da reichte der direkte Draht in den Kreml nicht aus, persönliche Gespräche von Gesicht zu Gesicht wurden bevorzugt. Ergebnis: An den Problemen selbst mitgestrickt.
Übrigens, wenn Putin ungeduldig wird, sehr oft passiert das, wechselt er von der russischen Sprache ins Deutsche, dann doziert er gerne, Putin hört nicht gerne zu, heißt es. Dialogunfähig?
Spannend auch, dass die Autoren den Dialog zwischen Scholz und Putin vor Kriegsbeginn genauestens nachzeichnen. Schulz fragt nach militärischen Maßnahmen, Putin bleibt vage: „Das hängt von der Lage ab“. Scholz zeigt seine Besorgnis und fragt: „Wie soll es weitergehen?“ Putin lügt mal wieder und sagt: „Dialog ist aber möglich, wir wollen keine Kampfhandlungen.“ Scholz zeigt sich enttäuscht und sagt: „Kampfhandlungen gilt es zu verhindern“, das sei ein brenzliger Moment. Putin retourniert: „Ich teile Ihre Besorgnis, wir bleiben in Kontakt“. Da haben wir ihn wieder den „Täuscher“.
Dass in Russland der Geheimdienst die Macht übernommen hatte, wurde geflissentlich übersehen, die NGO s wurden nach und nach als Agenten diffamiert und verbotenen - auch Memorial. Die Repressionen nahmen von Jahr zu Jahr zu.
Während in Deutschland sich noch niemand traute, Putin einen Autokraten, geschweige denn einen Diktator zu nennen, notierten Verfassungsschützer schon 1999, Putin bediene Vorurteile und Argumentationslinien aus den schlimmsten Zeiten. Putins Haltungen und Einstellungen seien gekennzeichnet durch: Großrussentum, Nationalismus, Zynismus. Ein Berufsdiplomat notiert zu Putin “hochintelligent, hart, skrupellos, kalter, entschlossener Operateur.“
Ein Botschaftsmitarbeiter diagnostiziert: alle Indizien sprechen dafür, dass uns Putin sehr früh getäuscht hat und sich viele von ihm täuschen ließen. Besser kann man es nicht zusammenfassen.
Rüdiger von Fritsch, ehemaliger Botschafter in Moskau, sagt Putin fixiere seine Gegenüber, seine Ausführungen würden schneidend, anklagend, scharf bis hin zu groben Äußerungen.
Verfassungsschutz und BND wissen schon früh von Beeinflussungsaktivitäten, die darauf abzielen, Uneinigkeit innerhalb der EU und Deutschland zu schüren, damit die Machtpositionen zu schwächen und zugleich die Bindung zwischen der EU und den USA im Hinblick auf die NATO zu schwächen. Schon im KGB gab es die Bezeichnung für die westlichen Beeinflussten, sie seien „nützliche Idioten“.
Die falsche Einschätzung war, dass sich Russland eben seine geopolitischen Machtansprüche nicht durch die Gasgeschäfte würde abkaufen lassen. Der Grundgedanke, politischer Wandel sei konstruierbar durch ökonomische Integration, gilt inzwischen als das größte außenpolitische Versagen der Bundesrepublik Deutschland.
Während Frau Merkel Irrtümer nicht eingestehen will, sagte Wolfgang Schäuble: „Ich lag falsch, wir alle lagen falsch, wir wollten es nicht sehen“, auch Sigmar Gabriel tritt mit „mea culpa“-Attitüde auf, Steinmeier auch etwas selbstkritisch, von Frau Schwesig hört man wenig, und auch die Wirtschaftsmagnaten der Bundesrepublik hüllen sich in Schweigen - gasbetäubt.
Dass das Thema Nord Stream 2 die westliche Allianz, aber auch die osteuropäischen Partner total irritiert hat, wird minutiös aufgelistet.
In Moskau hatte Putin mit dem Ehepaar Schröder eine historische Schlittenfahrt unternommen, so fährt man später mit der ganzen deutschen Politik sinnbildlich „wieder Schlitten“.
In den Schlusspassagen des Buches wird diskutiert, ob eine frühere, bessere, fundiertere militärische Ausstattung der Ukraine den Krieg vielleicht von Anfang an hätte verhindern oder verkürzen können, da werden die Positionen dazu zwar aufgeschrieben, aber die Autoren trauen sich dazu ein eigenes Urteil nicht zu.
Im Buch kommt der Bürgermeister Werner Schulz zu Wort: Der frühere DDR - Bürgerrechtler Werner Schulz, der in einem offenen Brief gesagt hatte, deutsche Politiker hätten Putin wie einen „Enkel Gorbatschows“ gefeiert, ihn aber nicht als „Ziehsohn des KGB“ erkannt.
Werner Schulz war schon anlässlich von Putins Rede im Deutschen Bundestag aufgefallen, weil er harte Kritik übte, indem er eine Verleihung eines Ordens an Putin kritisierte: „Da wird in purem Gold der Diamantschliff für den von Gerhard Schröder so gelobten lupenreinen Demokraten überreicht“
Ich beschließe hier meine Rezension mit dem Schlusssatz: Ein großartiges Buch, eine fundierte Recherche, ein exemplarisches Beispiel für investigativen Journalismus!
Katja Gloger/Georg Mascolo DAS VERSAGEN Eine investigative Geschichte der deutschen Russlandpolitik
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Doch um der historischen Genauigkeit Willen, möchte ich an dieser Stelle einige persönliche Bemerkungen hinzufügen, die ich sonst immer versuche, zu vermeiden.
Ich zitiere hier eine ganze Reihe von Autoren aus meinem 2008 erschienen Buch „Norbert Schreiber RUSSLAND Der Kaukasische Teufelskreis oder die lupenreine Demokratie WIESER Verlag Klagenfurt“ und „Anna Politkowskaja Chronik eines angekündigten Todes“, 2007 erschienen. Warum tue ich das, weil es mehr Warner gab als Werner Schulz! Und das schon 2007!
Im Zuge des Vorschlags, die in Russland ermordete Journalistin mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels posthum auszuzeichnen, unterlag mein Vorschlag bei der Abstimmung mit 49 zu 51. Sie bekam jedoch danach auf unseren Antrag hin den Geschwister-Scholl-Preis in München verliehen.
Während dieser öffentlichen Debatte, wurden die Bedingungen in Russland in der Presse auch ausführlich debattiert.
Allerdings warte ich heute noch auf die Reaktion von „Reporter ohne Grenzen“, bei denen ich angefragt habe, ob sie einen Beitrag zu dieser öffentlichen Debatte leisten könnten.
Die Journalisten-Kollegen der „alten Schule“ Ruge, Pleitgen, Neudeck, Sager unterstützten den Vorschlag übrigens. Auch öffentlich! Inzwischen ist Katja Gloger, Vorsitzende dieses Vereins. Da wäre vielleicht auch etwas aufzuarbeiten.
In dem Buch „Putins lupenreine Demokratie“ schreibt die Historikerin Margareta Mommsen, schon früh erkennend, von den 70 Prozent Geheimdienstlern in den Institutionen der russischen Politik.
Ja es stimmt: wir haben alle weggesehen, aber nicht wirklich alle, das sei um der historischen Wahrheit willen und nicht wegen irgendwelcher Eitelkeiten gesagt. Leider steht in dem Buch von Mascolo und Gloger davon nichts. Die Investigation hätte noch weiter genauer zurückgehen müssen, lange vor die Kriminvasion. Anfangs der 2000er Jahre!
Als der Krieg im Gang war, habe ich das pdf-Manuskript beider Bücher an 60 Redaktionen von Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen, Talkshows und Korrespondenten verschickt, um dem Eindruck entgegenzutreten, es habe keine Warner gegeben. Nicht eine einzige Reaktion. Auch die Presse wird einiges aufzuarbeiten haben.
VITA
Katja Gloger, geboren 1960 in Koblenz, beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Russland. Sie studierte Russische Geschichte, Politik und Slawistik in Hamburg und Moskau und war Korrespondentin des "Stern" in Moskau und den USA. Heute arbeitet sie als Autorin des "Stern" in Hamburg.
Georg Mascolo, geboren 1964 in Stadthagen, ist ein deutsch-italienischer Journalist und Publizist. Er war von 2008 bis 2013 Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Von 2014 bis 2022 leitete er den neu geschaffenen Rechercheverbund des NDR, des WDR und der Süddeutschen Zeitung. Außerdem war er für die ARD als Terrorismusexperte tätig.
Stimmen zum Buch
»Eine umfassende kritische Aufarbeitung der deutschen Russlandpolitik der letzten Jahrzehnte war überfällig. Das Versagen füllt die Lücke in brillanter Weise. Das Buch von Russlandexpertin Katja Gloger und ihrem Ehemann, Ex Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo, ist die absolute Muss-Lektüre für jeden, der sich für die hoffnungsvollen Zielsetzungen, Illusionen und idealistischen Irrwege unserer Außenpolitik interessiert.«
Wolfgang Ischinger, Vorsitzender des Stiftungsrates der Münchner Sicherheitskonferenz, ehemaliger Staatssekretär im Auswärtigen Amt und Botschafter in Washington und London
»Brillant recherchiert. Spannend erzählt. Dokument einer kollektiven Verdrängung.«
Thomas Roth, Journalist, langjähriger ARD-Korrespondent in Moskau und New York, Moderator der Tagesthemen
»Ein fantastisches Buch.«
Carlo Masala
»Ein Buch, das überfällig war – und soviel Neues enthüllt, wie kolossal das Versagen deutscher Russlandpolitik wirklich war. Katja Gloger und Georg Mascolo haben jahrelang recherchiert und offenbaren in allen Details, was seit Gerhard Schröder bis zur russischen Vollinvasion der Ukraine nicht gesehen werden wollte, obwohl es soviele Warnungen gab. Ein fesselndes Werk von Autoren, die sich auskennen, exklusive Zugänge haben und es großartig aufgeschrieben haben.« Paul Ronzheimer
Selten war ein Buchtitel treffender – und mit „Das Versagen“ sind Pleiten, Pech und Pannen der deutschen Russlandpolitik der vergangenen, man muss schon sagen Jahrzehnte, fast noch milde umschrieben. Speziell, wenn man an die Konsequenzen denkt. Das, was Katja Gloger und Georg Mascolo hier zusammengetragen, kenntnisreich analysiert und aus vielen, teils bisher nicht oder wenig bekannten Quellen recherchiert haben, ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie vorausschauende Politik nicht aussehen darf. THE EURPEAN
DOKUMENTATION:
Aus einem Gespräch von Norbert Schreiber mit Anna Politkowskaja 2005 geführt
„Was erwarten Sie in Bezug auf Ihre eigene Person, auch Sie sind ja gefährdet, auch Sie haben Morddrohungen, auch Sie müssen ständig mit einer Gegenwehr des russischen Staates rechnen?
Na ja, ich versuche nicht daran zu denken, weil ich ansonsten nicht arbeiten könnte, es wäre unmöglich. Also blende ich diese Gedanken aus und sage, dass ich einfach das Schicksal derjenigen teile, die dafür kämpfen, dass demokratische Prinzipien in Russland endlich installiert werden und das Leben ein demokratisches wird, wobei es möglich ist, dass dieser Kampf nicht gut ausgeht. Aber das ist dann einfach so.“
Anna Politkowskaja wurde am Samstag, dem 7. Oktober 2006 gegen 16:03 Uhr im Aufzug ihres Wohnhauses in der Moskauer Lesnaja-Straße durch mehrere Schüsse getötet. Vier Kugeln trafen sie in die Brust, eine in den Kopf, dokumentiert WIKIPEDIA.
Inhaltsverzeichnis aus dem Buch über Anna Politkowskaja
Einleitung Norbert Schreiber
Leben - Tod – Erinnerung - Chronik eines angekündigten Mordes
Anna Politkowskaja Tschetschenien -
Der Hass wird über die Ufer treten
Harald Loch
Der Tschetschenien-Krieg
Natalia Liublina David gegen Goliath -
Anna Stepanowa Politkowskaja - ein Porträt
Also blende ich diese Gedanken einfach aus …“
Interview mit Anna Politkowskaja auf der Leipziger Buchmesse 2005
Irina Scherbakowa Russlands Gedächtnis
Vergangenheitsbewältigung als Beitrag zur Zivilgesellschaft
Anna Politkowskaja „Ungenehmigte Trauer“ -
Die Macht und die Menschenrechte
Fritz Pleitgen Mordversuch an Menschenrechten -
Bürgergesellschaft in Russland
Margareta Mommsen
Gorbatschow - Jelzin - Putin -
Von Gorbatschows Perestroika zu Putins gelenkter Demokratie
Harald Loch
Russland im Herbst -
Politkowskaja und ihre politische Literatur
Die Personen aus meinem ersten Tschetschenien-Buch sind inzwischen alle tot“ Interview mit Anna Politkowskaja
Rupert Neudeck
Von Wladimir Putin und anderen „lupenreinen Demokraten“ -
Pressefreiheit in Staaten der Dritten Welt
Andrei Nekrasov
Das „coole“ Gespenst des Nationalismus geht um -
Ein Brief aus Russland
Anna Politkowskaja
In Kiew kann man Triebe sprießen lassen
Fritz Pleitgen, ARD
„Anna Politkowskaja sollte eine internationale Ehrung von hohem Rang posthum erhalten. Das wäre weltweit für Menschen, die sich für die Menschenrechte einsetzen, eine große Ermutigung und darüber hinaus eine dauerhafte Erinnerung an das Lebenswerk von Anna Politkowskaja.“
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Nach der Vorstellung meines Buches „Anna Politkowskaja – Chronik eines angekündigten Mordes“ erschienen im Wieser Verlag im Kreisky-Forum in Wien mit den beiden Mitautoren Irina Scherbakowa (Memorial) und Susanne Scholl (ORF) führte ich am darauffolgenden Tag in Ö1 in der Sendung „Von Tag zu Tag“ am 27.3.2007 eine Diskussion über den Tschetschenienkrieg, die bedrohten Menschenrechte, den Mord an Anna Politkowskaja, Putins Energiekrieg, die europäische Nicht-Strategie gegenüber Russland und die Bedrohung durch Terrorismus. Mitdiskutant war der Wiener Politikwissenschaftler Prof. Hans-Georg Heinrich
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Warner gab es auch in dem Buch. Schon 2008!
Norbert Schreiber RUSSLAND Der Kaukasische Teufelskreis oder die lupenreine Demokratie WIESER Verlag Klagenfurt 2008
Russland hat viele Gesichter. Manche sind versteckt wie die Puppe in der Puppe, in der auch die offenen Fragen verborgen sind. Wohin treibt Russland? Wer wird dieses Land künftig regieren? Entsteht eine neue Diktatur vor der europäischen Tür? Geht das Morden in Tschetschenien weiter? Was ist das politische Erbe der ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja? Geht das Auftragsmorden weiter? Wie erfolgreich ist der Kampf um die Menschenrechte? Was denkt die junge Generation Russlands? Wie verhalten sich die neuen Machthaber auf internationaler Bühne? Muss Deutschland um seine Energieversorgung fürchten? Stirbt die Pressefreiheit in Osteuropa einen langsamen Tod? Journalisten, Politiker und Russlandexperten aus Ost und West antworten. Russland — die „lupenreine Demokratie“. Dieses Buch kann als Lupe benutzt werden.
Mit Beiträgen von
Margaretha Mommsen, Joschka Fischer, Eduard Schewardnadse, Irina Scherbakowa, Lutz Güllner, Gerd Koenen, Hans Georg Heinrich, Sergei Kowaljow, Volker Beck, Thomas Roth, Dirk Sager, Susanne Scholl, Boris Reitschuster, Mainat Abdullajewa, Freimut Duve, Igor Safronov, Andreij Nekrasov, Jens Siegert, Erich Follath, Wolfgang Petritsch, Lojze Wieser, Kerstin Holm, Michael Ryklin, Predrag Matvejevic ,Anne Sylvie König, Petra Luisa Meyer, Kreisky-Forum, Ilja Politkowsky, Anna Politkowskaja
Aus dem Inhalt:
„Heute sollte der Westen also angesichts der Wachablöse im Kreml genauer nachfragen und hinschauen, ob in Russland eine lupenreine Demokratie besteht und Putin wirklich als „echter Demokrat“ in welcher Rolle auch immer handelt. Dieses Buch kann demnach als Lupe benutzt werden. Ich empfehle es allen an Russland Interessierten als optisches Hilfsmittel für eine genauere Sicht. Norbert Schreiber, Literaturredaktion Hessischer Rundfunk Frankfurt am Main
„Bei den deutschen Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Politik herrscht ein Russlandbild vor, das wie durch einen Weichzeichner verschwommen ist. Allzu sehr prägen wirtschaftspolitische, ressourcenbezogene und sicherheitspolitische Interessen die Wahrnehmung der innenpolitischen Verhältnisse in der Russischen Föderation“ Volker Beck, Bündnis 90/Die Grünen, Berlin
„Ohne jeden Zweifel ist Russland, dank der hohen Öl- und Gaspreise, wieder erstarkt und meldet sich als eigenständiger globaler Akteur zurück. Putins Politik ist in Russland populär, was sie deswegen keineswegs richtiger macht.“ Joschka Fischer, Bundesaußenminister 1998 – 2005, Berlin
„In dem während der Präsidentschaft Putins entstandenen politischen System koexistieren autokratische und oligarchische Strukturen. Das autokratische Element kommt in der strikten „Vertikale der Macht“, die als Kommandokette vom Präsidenten bis zu den lokalen Behörden und von der Präsidialadministration bis in die Legislative und Judikative reicht, zum Ausdruck. Außerdem sorgen umfassende Kontrollen über politische Parteien, Wahlen, Medien und Nichtregierungsorganisationen dafür, dass die Gesellschaft ebenfalls zur staatlichen Veranstaltung degeneriert.“ Margareta Mommsen, Politikwissenschaftlerin, München
„Ein „neues“ Russland und eine „neue“ EU müssen lernen, sich von der Vergangenheit zu verabschieden und ihre Beziehungen auf eine neue Grundlage zu stellen.“ Lutz Güllner, EU-Kommission, Brüssel
„Die rasche und in den Augen Moskaus rücksichtslose Erweiterung der EU und insbesondere der NATO bis vor die Tore Russlands, die offene Unterstützung der Farbrevolutionen in der Ukraine und Georgien durch den Westen oder die Pläne Washingtons zur Errichtung von Raketenabwehrstützpunkten in Polen und der Tschechischen Republik tragen allesamt zur idée fixe des Kreml bei, Russland würde – sollte es nicht hier und jetzt reagieren – für alle Zeiten auf den Status einer drittrangigen Macht zurückfallen.“ Wolfgang Petritsch, Wien
„Und während die Devisenkasse des Kreml auf sagenhafte 272 Milliarden Dollar angeschwollen ist, verfallen elementare Infrastrukturen, soziale Einrichtungen und Bildungsinstitutionen. Russland hat noch immer die mit Abstand niedrigste Lebenserwartung aller entwickelten Länder, und die Bevölkerung schrumpft weiter in dramatischem Tempo.“ Gerd Koenen, Historiker, Frankfurt am Main
„Alle Konflikte im Kaukasus - die Brandherde im Nordkaukasus, der Südossetien- und der Abchasien-Konflikt in Georgien, der Konflikt um Berg-Karabach - sind über die darin eingebundenen Großmächte (Russland, die EU und die USA) miteinander verknüpft. Die dadurch ausgelösten Flüchtlings- und Migrationswellen trugen zur Verschärfung der Spannung in der Region bei und machten das Problem auch zu einem direkt europäischen. Die Lösung des „kaukasischen Teufelskreises“ liegt in vielen Händen. Verteufelungen mögen zwar hie und da politisch vorteilhaft erscheinen, helfen aber mit, Konflikte zu verewigen.“ Georg Heinrich, Politikwissenschaftler Wien
„Eine Art antiwestlicher Grundton hat sich eingeschlichen. Mal offener, mal versteckter. Mal ernster, mal weniger ernst. Aber er ist auf eine Weise da, wie ich ihn früher nicht kannte. Dass er vom Kreml so befeuert wird, ist jeden Tag in allen Fernsehsendern zu sehen, und von Putin, nun ja auch im Ausland, zu vernehmen.“ Thomas Roth, ARD Moskau
„Die Natur der Geheimdienste besteht darin, zu bewahren, was ist, und alles zu kontrollieren. Konkret: Geheimdienstleute sind nicht diejenigen, die Visionen haben, um etwas zu entwickeln oder Reformen durchsetzen zu können.“ Susanne Scholl, ORF Wien/Moskau
„Es gibt Punks (die etwas out sind und Skinheads (die leider nicht so out sind), Goths und Rockfans, Rapper und Graffitisprayer, Gläubige und Ungläubige, Rechte, Linke und Liberale, Kiffer und Abstinenzler, Skateboarder, Fußballfans und Computernerds und viele andere mehr.“ Jens Siegert, Heinrich Böll Stiftung Moskau
„Auch die Obrigkeit, die sich nach und nach vom westlichen Demokratiemodell entfernte auf der Suche nach einem ‚eigenen’ Weg und vor allem einer nationalen Idee, wandte sich Mitte der 1990er Jahre immer mehr alten sowjetischen Mythen und alten Propagandaidealen zu.“ Irina Scherbakowa, MEMORIAL Moskau
„Die Gasprom-Story hat Helden und Halunken; sie spielt in den überheizten Politiker-Hinterzimmern von Moskau wie in der Eiseskälte von Sibirien, in den von Erpressung bedrohten Pipeline-Transitländern Ukraine, Weißrussland und Armenien, „auf Schalke“ im Ruhrgebiet der Malocher, wie auch im Schweizer Millionärssteuerparadies Zug und in Sotschi am Schwarzen Meer, Putins zweiter Sehnsuchtsstadt, wo er mit den ebenfalls von Gasprom finanzierten Olympischen Spielen sein Lebenswerk krönen will.“ Erich Follath/Matthias Schepp DER SPIEGEL
„Ich werde nie glauben, dass die Herren Schröder und Chirac, die die besten Freunde von Putin sind, nicht wissen, was Putin in Tschetschenien gemacht hat. Ich werde das nie glauben. Für mich persönlich sind sie viel schlimmer als Putin, weil Putin aus Rachegefühlen oder aus bestimmten Interessen heraus handelt. Er trägt nicht diese Maske von Demokratie oder von Menschenrechten vor sich her. Die, die sich hier in Europa als Demokraten und Führer von demokratischen Ländern positionieren, küssen ihn, geben ihm die Hand, helfen oder halfen ihm, Tschetschenien zu vernichten. Die halfen ihm auch, mich zu verfolgen. Dass ich nicht getötet wurde, ist eine Frage des Zufalls.“ Maynat Abdullajewa, sie lebt in einer deutschen Stadt inkognito im Exil
„Es gibt keine Sicherheitsmaßnahmen, die man ergreifen könnte, wenn die Machtgruppen einmal beschlossen haben, jemanden zu töten. Da kann man auch 100 Bodyguards beschäftigen, es würde nicht helfen.“ Yuri Safronov, „Nowaja Gaseta“ Moskau
„Ich glaube, dass die Beteiligten an dem Mord sitzen werden - ich bin mir sicher. Ich glaube auch daran, dass der Auftraggeber sitzen wird, aber sicher bin ich mir darüber nicht. Ich möchte daran glauben, dass er ermittelt wird und ins Gefängnis kommt.“
Ilja Politkowski Sohn der ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja, Moskau